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Jubiläumsfeier in Kammerforst

25 Jahre ist es inzwischen her, dass Deutschland zusammengewachsen ist. Für die Menschen im sog. Zonenrandgebiet war die Zeiten der Grennzöffnung eine trubulente Zeit. Wir wollen hier aufzeigen, wie die Partnerschaft zwischen unseren Freunden aus Kammerforst entsanden ist, wie es lief und wo wir jetzt stehen.

Die erste Begegnung in dieser zwischen dem damaligen, stellvertretenden Wehrführer Rudolf "Rudi“ Schneider und den Wehrleiter aus Kammerforst, Manfred Kollascheck. Schneider war am Sonntag, 19.11.1989 als Kurierfahrer im Schlauchwagen der Grebendorfer Wehr, hier handelt sich um einen, inzwischen außer Dienst gestellten VW T1 Pritschenwagen, zwischen dem geöffneten Grenzübergang Großtöpfer und der Weinberghalle in Frieda eingesetzt. Hier wurde das Begrüßungsgeld ausgezahlt.
An der Weinberghalle sprach ihn Manfred Kollascheck an, der, wie sich herausstellte, Wehrleiter in Kammerforst ist. Ins Gespräch gekommen fragte Manfred Kollascheck zum Schluss, ob Grebendorf an eine Partnerschaft interessiert sei.
Beide verabschiedeten sich, um zum Einen mit der übergeordneten Stelle in Thüringen grünes Licht zu bekommen, zum Anderen den Wehrführer und den Vorsitzenden in Grebendorf zu informieren.

Grenzöffnung
Grenzöffnung! Quelle: werra-rundschau.de

Schon 2 Tage darauf erhielt Rudi Schneider einen Brief, in dem eine Abordnung unserer Wehr mit Partnerinnen zur Jahreshauptversammlung Anfang Januar in Kammerforst eingeladen wurde. Im Brief wurde ein kurzer Abriss über den Verlauf der Versammlung gegeben und um Rückmeldung gebeten, damit die privaten Quartiere für die Gäste aus Hessen hergerichtet werden können. Am 1. Dezember erhielt Rudi Schneider ein Telegramm, indem Manfred Kollaschek einen Kurzbesuch mit drei Kameraden in Grebendorf ankündigte.
Am 2 Dezember erhielt Wehrführer Jakal einen Brief mit einigen Hinweisen zum geplanten Besuch der Jahreshauptversammlung. So wird auf den Wegfall der Visapflicht hingewiesen, ebenfalls wurde auch der Zwangsumtausch von Deutsche Mark in Mark der Deutschen Demokratischen Republik abgeschafft. Kollascheck bat die Kameraden mit Privat PKW zu kommen, da es Schwierigkeiten mit dem Blaulicht auf den hiesigen Feuerwehrfahrzeugen geben könnte.

Telegramm
das berühmte Telegramm

Am 06. Januar 1990 kam es denn zum ersten, offiziellen Treffen der beiden Wehren. wurden die hessischen Wehrmänner mit ihren Partnern aufs Herzlichste begrüßt und mit einer anderen Form der Jahreshauptversammlung vertraut gemacht:
In Kammerforst beginnt die Jahreshauptversammlung bereits am Nachmittag. Anschließend gibt es ein zünftiges Schlachteessen um am Abend das Tanzbein beim Feuerwehrball zu schwingen. Geschenke wurden während der Versammlung getauscht und Freundschaften fürs Leben geschlossen.

Wehrführer Jakal
Wehrführer Willi Jakal mit Wehrleiter Manfred Kollascheck

Der Besuch der Kammerförster Kameraden ließ nicht lange auf sich warten: bereits eine Woche später besuchte eine Abordnung aus Thüringen die Versammlung von Grebendorfs Brandschützern. Dieses wird bis zum heutigen Tage beibehalten!

Gruppenbild in Grebendorf
Gruppenbild in Grebendorf

Aber nicht nur zu den Versammlungen wird sich besucht. Unterstützung aus Grebendorf fanden die Kammerforster Wehrmänner auch bei Gründung des Feuerwehrvereins, der am 16.06.1990 gegründet wurde.So fand gerade Anfang der 90er Jahre ein sehr reger Austausch statt. Ein Besuch zu Grebendorfs Feuerwehrball durfte ebenso nicht fehlen, wie der Gegenbesuch zum Tag der offenen Tür in Kammerforst. Ein gemeinsames Zeltlager mit beiden Jugendwehren fand am im August 1990 statt. Es folgten in den Jahren viele Treffen und gemeinsame Übungen.

Irgendwann wurden die gemeinsamen Veranstaltung innerhalb eines Jahres weniger, trotz großer Bemühungen beider Vorstände und Wehrleitungen. Grundsätzlich wurden aber, neben den Jahreshauptversammlungen, bei allen großen Veranstaltungen, z.B. 125 Jahre Feuerwehr Grebendorf in 1996, Abordnungen geschickt. Nicht zu vergessen die privaten Kontakte, die sich ebenfalls bis heute halten.
Der Generationswechsel fand in Grebendorf mit den Neuwahlen in 2012 statt. Der „neue“ Vorstand und die Wehrleitung haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Beziehungen weiter zu festigen. Denn eine Freundschaft ist nicht selbstverständlich und bedarf viel Engagement auf beiden Seiten.
Manche Freundschaften, geschlossen in den Wendezeiten zwischen Feuerwehren aus Ost und West sind nur noch ein Stück Geschichte in der jeweiligen Chronik. Das ist bei den Feuerwehren von Grebendorf und Kammerforst nicht der Fall.
Inzwischen nehmen die Besuche wieder zu, da beide Vereine eine rege Alters – u. Ehrenabteilung haben. Die rüstigen Rentner planen, immer mit Partnern, gemeinsame Ausflüge. Zuletzt stand eine Fahrt auf der Werranixe auf dem Programm, dass beiden Gruppen sehr viel Spaß gemacht hat. Es fand anschließend ein reger Austausch im Grebendorfer Feuerwehrgerätehaus statt. Denn man kennt sich ja seit 25 Jahren und da hat man sich allerhand zu erzählen.

Aus Anlass ihres 25jährigen Bestehens feierte die Feuerwehr Grebendorf am 01.November 2014 mit ihrer Partnerwehr aus dem thüringischen Kammerforst. Dort trafen sich beide Wehren gemeinsam um an ein Vierteljahrhundert tiefe Verbundenheit und Freundschaft zu erinnern.
Willi Jakal, Wehrführer in dieser turbulenten Zeit und heutiger Ortsvorsteher von Grebendorf, rief zusammen mit Kammerforsts ehemaligen Wehrleiter und amtierenden, ehrenamtlichen Bürgermeister Manfred Kollascheck den Anwesenden mit einer Bilderpräsentation die letzten 25 Jahre ins Gedächtnis.

Gastgeschenk
Gastgeschenk aus Grebendorf

Mein Dank gilt hier Willi Jakal für die Zusammenstellung der Eckdaten und Bereitstellung der Bilder, und unseren Ehrenvorsitzenden Karl Heinz Hehling für weitere Hintergrundinformationen.
Ein ganz besonderer Dank gilt Rudi Schneider. Ohne ihn wäre es vermutlich nie zu diesem Treffen gekommen, dass sich im November 1989 in Frieda zugetragen hat.


tm

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Bildergalerie aus 25 Jahren» hier!