Willkommen bei der Freiwilligen Feuerwehr Grebendorf!
Mitteilungen
Presse
Archiv

Bürgerservice

Bürgerinfo

Feuerlöscher

Umgang

Wichtige Verhaltensregeln beim Umgang mit dem Feuerlöscher:

Die Funktionsdauer wird durch die Zeit der Löschmittelabgabe in Sekunden bestimmt, in der das Löschmittel bei voll geöffnetem Austrittsquerschnitt ausgetrieben wird. Die Dauer der Löschmittelabgabe ist von der Füllmenge abhängig. Meist wird die Dauer der Löschmittelabgabe überschätzt. Ein Standardlöscher mit 6 kg Löschmittelvorrat ist nach etwa 10 Sekunden leer.
Die Mindestfunktionsdauer gemäß Norm beträgt:

bis 3 Liter bzw. Kilogramm: 6 Sekunden
3 bis 6 Liter bzw. Kilogramm: 9 Sekunden
6 bis 10 Liter bzw. Kilogramm: 12 Sekunden
über 10 Liter zw. Kilogramm: 15 Sekunden

Deshalb ist es ratsam, stossweise und gezielt zu löschen.

Wenn Sie Brände von elektrischen Geräten und Verteilungen im Niederspannungsbereich (bis 1.000 V) mit einem tragbaren Feuerlöscher bekämpfen, halten Sie einen Mindestabstand von 1 m ein, bei Verwendung von Schaumlöschern 3m. Aufgrund der elektrischen Leitfähigkeit von Schaum und Wasser ist der Einsatz dieser Löscher jedoch nicht zu empfehlen. Ein Kohlendioxidlöscher (CO2-Löscher) wäre hier das bevorzugte Löschmittel.

Sollten Sie einen CO2-Löscher in engen Räumen benutzen, dann verlassen Sie umgehend nach den Löscharbeiten den Raum.
Kohlendioxid ist ein (toxisch indifferentes) Atemgift. Es wirkt sauerstoffverdrängend und kann zur Erstickung führen in hohen Konzentrationen.

Löschen Sie nie brennende Personen mit CO2-Löschern ab.
Aufgrund der Energieaufnahme des unter Druck ausströmenden und expandierenden Löschgases kühlt sich die Umgebung erheblich ab. Dies führt zu Erfrierungen auf der Haut, die ähnlich kritisch sein können wie Verbrennungen. Besser ist, die brennende Person zu Boden zu bringen und mit einer Löschdecke fest einzuwickeln, um die Flammen zu ersticken. Die Decke sollte nicht zu früh entfernt werden, um Rückzündungen zu vermeiden.

Fettbrände im Küchenbereich (Pfanne, Friteusse) löschen Sie NIE mit Wasser.
Dies würde zu einer Fetteruption führen und gefährliche Verbrennungen durch spritzendes Fett verursachen. Besser ist, das Feuer zu ersticken, indem Sie eine Löschdecke oder den Deckel auf den brennenden Topf / die brennende Pfanne legen.

Löschen Sie nie einen brennenden Kamin bzw. Schornstein mit Wasser.
Ein Liter Wasser verdampft zu ca. 1.400 l Wasserdampf. Dieses Volumen würde den Schornstein sofort zum Bersten, schlimmstenfalls zum Einsturz bringen. Rufen Sie im Fall eines Schornsteinbrandes immer die Feuerwehr, die den Schornstein mit geeigneten Mitteln löscht und Sekundärbrände in angrenzenden Räumen, Wänden oder Decken feststellen kann. Nicht zuletzt ist der Schornstein nach einem Brand in aller Regel vom Schornsteinfeger zu überprüfen, bevor er wieder in Betrieb genommen werden darf.


Prüfung von Feuerlöschern:

Feuerlöscher sind nach DIN EN 3 prüfpflichtig alle 2 Jahre.
Beachten Sie dies bitte, um die Funktionstüchtigkeit Ihres Löschers zu erhalten. Die Prüfung darf nach Betriebssicherheitsverordnung nur von einer gemäß TRBS 1203/2 befähigten Person durchgeführt werden. Diesen Ausbildungsnachweis sollten Sie sich vor Beauftragung zeigen lassen.

Es gibt drei unterschiedliche Bauformen von Feuerlöschern:

Dauerdrucklöscher:
Das unter Druck befindliche Gas als Treibmittel befindet sich in dem Feuerlöscher mit dem Löschmittel und setzt den gesamten Behälter permanent unter Druck. Diese Löscher sind technisch gesehen am einfachsten aufgebaut und daher werden sie relativ günstig vorwiegend bei Discountern und Baumärkten angeboten. Die wiederkehrende Prüfung ist allerdings in der Regel teurer als die Prüfung von Aufladelöschern.
Aufladelöscher:
Das Treibgas befindet sich meist in Form einer Patrone im Inneren des Feuerlöschers, bei älteren Bauarten auch in gesonderter Treibmittelflasche außen am Löscher. Da bei diesen Löschern nur der Treibgasbehälter permanent mit Druck beaufschlagt ist, sind diese Löscher einfacher zu prüfen. Außerdem ist die Gefahr von Undichtigkeiten geringer - daher ist die Betriebssicherheit von Aufladelöschern höher einzuschätzen als die von Dauerdrucklöschern. Diese Löscher sind in der Regel teurer als Dauerdrucklöscher.
Gaslöscher:
Das unter Druck vorgehaltene Löschmittel ist gleichzeitig Treibgas. Nach dem Verbot von Halonlöschern fallen ausschließlich Kohlendioxidlöscher in diese Kategorie.

Feuerlöscher sind aufgrund Ihrer Anwendungstechnik Druckgeräte und unterliegen neben herstellungs- und gerätespezifischen Zulassungsvorschriften allgemein der Richtlinie 97/23/EG (europäische Druckgeräterichtlinie), die gemeinsam mit der Richtlinie 2001/95/EG in nationales Recht umgesetzt wurde durch das Produktsicherheitsgesetz ProdSG vom 01.12.2011 als Nachfolger des bis dahin geltenden Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG).
Da Druckgeräte einer natürlichen Umwelt- und auch einer ortsspezifischen mechanischen Belastung ausgesetzt sind, verändern sich mit der Zeit Material und Löschmittel. Da ab einem gewissen Alter Ermüdungserscheinungen und Materialschwächen nicht mehr zu 100% ausgeschlossen werden können, empfehlen deutschlandweit alle Hersteller von Feuerlöschgeräten eine Aussonderung der Feuerlöscher nach 20 bis 25 Jahren.

Aussonderungsfrist Auflade- und Gaslöscher: 25 Jahre
Aussonderungsfrist Dauerdrucklöscher: 20 Jahre

Die Aussonderung der Feuerlöscher geschieht aus Sicherheitsgründen, da der Einsatz überalterter Feuerlöscher mitunter erhebliche Gefahren für die bedienende Person bergen kann. In jedem Falle ausgesondert werden müssen Feuerlöscher, welche offensichtliche Beschädigungen aufweisen, nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen oder denen die Zulassung entzogen wurde.

Hierzu gehören Feuerlöscher
- auf Soda- und/oder Soda-Säure-Basis.
- mit genieteten Behältern.
- mit chemischer Druckerzeugung.
- welche auf den Kopf gestellt werden müssen, um aktiviert zu werden.
- welche auf den Boden geschlagen werden müssen, um aktiviert zu werden.
- für die nicht länger die vom Hersteller vorgeschriebenen Ersatzteile oder Löschmittel verfügbar sind.
- mit Einwegbehältern ohne Wegwerfdatum oder bei denen das auf dem Behälter gekennzeichnete Wegwerfdatum überschritten ist.
- Feuerlöscher, die nicht abstellbar sind.
- Feuerlöscher, die nicht prüfbar sind.
- Feuerlöscher, die bei einer Baugröße von mehr als 2 kg / 2 l Löschmittel keinen Schlauch besitzen und gemäß Typprüfung auch nicht mit einem Schlauch nachgerüstet werden können.
- Feuerlöscher, deren Zulassung zurückgezogen worden ist.
- Feuerlöscher, die Mängel, z. B. Anrostungen der Außen oder Innenwand der Behälter aufweisen, die zu der Überzeugung des Sachkundigen führen, dass im Einsatzfall ein Zerknall oder ein entsprechender Defekt zu befürchten ist.


Auswahl des richtigen Feuerlöschers:

Jedes Jahr kommen bei Wohnungsbränden hunderte Menschen ums Leben, tausende werden verletzt und die Sachschäden gehen in den mehrstelligen Millionenbereich.
Trotz dieser alarmierenden Zahlen sind Privatleute gesetzlich immer noch nicht dazu verpflichtet, einen Feuerlöscher vorzuhalten - es sei denn, sie betreiben eine Ölheizung. Wer mit Öl heizt und dieses in großen Tanks vorrätig hält, muss ab 1000 l einen geeigneten Feuerlöscher von mindestens 6 kg Inhalt installieren und betriebsbereit halten, ab 5000 l muss ein 12 kg-Löscher an die Wand.

Pulverlöscher haben jedoch bei Bränden im übrigen häuslichen Bereich einen entscheidenden Nachteil:
Das Pulver dringt in jede kleinste Ritze und die Reinigung eines Brandherdes kann schnell zu einer aufwändigen Angelegenheit werden.

Für private Wohnbereiche ist deshalb unseres Erachtens Schaum die erste Wahl des Löschmittels. Auf jeder Etage einen Schaumlöscher vorhalten macht Sinn! Achten Sie beim Kauf darauf, nicht einen Dauerdrucklöscher zu kaufen. Der Vorteil geringer Anschaffungskosten wird bei der Wartung schnell aufgezehrt.
Kaufen Sie Aufladelöscher!

Da man mit Schaum aber brennbare Flüssigkeiten nur sehr bedingt löschen kann, wäre im Küchenbereich zusätzlich ein Fettbrandlöscher zu empfehlen. Wenn Sie die zusätzlichen Anschaffungskosten scheuen, dann beschaffen Sie sich wenigstens eine Löschdecke, die Sie gut zugänglich aufbewahren.


Übrigens: Feuerlöscher immer sichtbar aufhängen.


Feuerlöscher Links -
» Wikipedia
» feuerloescher.org


Zurück