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Geschichte der Jugendwehr Grebendorf


Von links: Andreas Hobbie, Jugendwart Willi Jakal, Thomas Bode, Frank Ziska, Peter Schneider, Thomas Schuchardt, Wolfgang Friedl, Jürgen Buchbach, Wolfgang Hellwig, Thomas Zeh, Jörg Böttner, Thomas Schrader, Wehrführer Gerhard Böttner und Thomas Menthe

110 Jahre Feuerwehr Grebendorf im 

Juni 1981.

Die Jugendwehr – schon 1958 wurde unter dem damaligen Wehrführer Karl Otto Grocke eine der ersten Jugendwehren, damals Schülerwehr, Hessens ins Leben gerufen.
Hier Auszüge aus den Protokollbüchern:
1957 fielen auf der Jahreshauptversammlung von Ortsbrandmeister Karl-Otto Grocke folgende Sätze:
Starker Zuwachs an neuen jungen Mitgliedern – wörtlich: „Wer die Jugend hat, der hat gewonnen!“ 


Dann ein Jahr später auf der Jahreshauptversammlung ist zu lesen: „Ortsbrandmeister Karl-Otto Grocke gibt bekannt, dass er demnächst eine Schülerwehr aufstellen will. Von der Versammlung wird dies begrüßt und zur rechtlichen Handhabe nachstehender Beschluss gefasst:  
Das Kommando der Wehr ist berechtigt eine Schülerlöschgruppe zur Entlastung der aktiven Löschgruppe in Bezug auf Absperrung, Zubringdienst und ähnliches aufzustellen.  
Schüler ab 12 Jahren können hierzu aufgenommen werden. Es bedarf einer förmlichen Anmeldung und Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters. Die Schülerlöschgruppe ist ein Teil der Wehr und untersteht dem Ortsbrandmeister direkt . Die Schüler dürfen jedoch bei Bränden nicht eingesetzt werden.  
Der Zweck liegt lediglich darin, die Schüler auf die Arbeit in der Feuerwehr vorzubereiten und in ihnen die Liebe zur gemeinsamen Sache und zum Kameradschaftsgeist zu wecken.  
Scheiden Mitglieder wegen der Schulentlassung aus der Gruppe aus, so werden sie mit Vollendung  des 17. Lebensjahres ohne Antrag in der Feuerwehr als aktive Feuerwehrmänner weitergeführt.  
Die in der Schülerlöschgruppe geleistete Dienstzeit wird auf die Feuerwehrdienstzeit (ab 17. Lebensjahr) angerechnet.“ 


Frühe 60er Jahr

Frühe 60er Jahr

Und schließlich aus einem Protokoll einer Ausschusssitzung vom 14. August 1958:
„Ortsbrandmeister Karl-Otto Grocke gibt bekannt.  
Die Schülerlöschgruppe ist inzwischen aufgestellt worden, sie wird am 24.08.1958 erstmals mit  der Wehr üben.“
 

Erwähnenswert ist hier ein Zeitungsbericht über einen Waldbrand vom 15. Oktober 1959:
„Die Grebendörfer Feuerwehr konnte besonders der eifrigen Grebendörfer Schülerfeuerwehr die Flammen im Unterholz ersticken.“ 

In den weiteren Jahren wurde aus der Jugendwehr immer wieder Kameraden in die aktive Wehr übernommen, die anschließend Jahrzehnte ihren Dienst für die Allgemeinheit taten. Günter Martin, Rudi Schneider, Helmut und Wolfgang Wagner sind hier stellvertretend zu nennen. 

Die Ausbildung oblag dem Ortsbrandmeister. 

Jugendwehr 80er Jahre

Jugendwehr 80er Jahre

Es sollte bis 1971 dauern, bis es eine „offizielle“ Jugendfeuerwehr geben sollte.
Die Jugendfeuerwehr Hessen wurde bereits 1964 vom ersten Landesjugendfeuerwehrwart Georg Kühn gegründet. Aber erst mit dem Bau des Schulungszentrums für die Jugendfeuerwehren des Landes Hessen in Marburg Cappel und dem damit verbundenen Aufbau und Organisation (Wettkämpfe, Ehrungswesen, Eingliederung in den Landesfeuerwehrverband) bildeten sich in dieser Zeit viele Jugendfeuerwehren in Hessen. Von da an wurden die Jugendfeuerwehren professionell geführt, das heißt, es wurden Lehrgänge für Jugendwarte und Jugendfeuerwehrwarte und Jugendgruppenleiter, die mit dem Nachweis, eine Jugendgruppe führen zu dürfen, verbunden waren.  
Obwohl sich eine Jugendfeuerwehr und auch eine Schülerwehr in Grebendorf bereits etabliert hatte, wurde die Jugendwehr erst 1971 offiziell gegründet. Erster Jugendwart war Arno Volkmar. Ihm zur Seite stand Ernst Narbe. Ein kurzes Aufleben erlebte die sogenannte „Schülerwehr“ in den Jahren 1972 bis 1976. Hier sind als Schülerwart Wolfgang Wagner und als sein Vertreter Karl – Heinz Hehling zu nennen. Unterschied zwischen der Schülerwehr war das Alter. Die jüngeren Kinder von 12 bis 14 Jahren traten in die Schülerwehr ein. Ab 14 Jahren ging es nahtlos in die Jugendwehr. Ab 1977 gab es nur noch die Jugendwehr.  

Ab 1977 übernahm Willi Jakal das Amt des Jugendwartes. Er schaffte es, den Grundstein für eine erfolgreiche Feuerwehrarbeit der Grebendörfer Wehr für die nächsten Jahrzehnte zu legen. Viele seiner Schützlinge sind heute im Vorstand oder der Wehrführung wieder zu finden. Ihm stand Jörg Jahns bis 1986 als Vertreter zur Seite. In dieser Dekade wurde das jährliche Zeltlager, viele Jahre am Königsberg auf der Wiese von Reinhard Strauß, eingeführt. Die Teilnahme an Wettkämpfen wurde ausgeweitet. So wurde am kreisweiten Bundeswettkampf, dem Waldlauf und der Leistungsspange erfolgreich teilgenommen.  

1987 wurde Willi Jakal Wehrführer. Ihm folgte Frank Ziska als Jugendwart, ihm zur Seite stand Peter Schneider. 1988 öffnete sich die Jugendwehr für Mädchen. 1992 wurde Peter Schneider Jugendwart, der dieses Amt 25 Jahre innehatte. Sein Vertreter war zunächst Frank Richter (bis 1997). Dann folgte Kerstin Ackermann (geb. Strauß), ehe, aufgrund der hohen Anzahl an Jugendlichen, es in den Jahren 2002 bis 2007 zwei Vertreter gab. Matthias Mengel wurde als weiterer, stellvertretender Jugendwart mit ins Team geholt.  


Erfolgreich in den 90er Jahren

Erfolgreich in den 90er Jahren


2008 bis 2014 entspannte sich die Mitgliederstärke, und Kerstin Ackermann übernahm die Vertretung wieder allein. Ihr folgte Niklas Manegold 2015, der aber bereits 2016 die Kinderfeuerwehr gründete.  
Auf der Jahreshauptversammlung 2017 erhielt Peter Schneider für sein 30jähriges Engagement in der Grebendörfer Jugendwehr die Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr in Silber. Am selben Tag übernahm sein Sohn Marvin das Amt des Jugendwartes. Ihm zur Seite steht Lukas Degenhardt, die beide überaus erfolgreich, die Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Grebendorf fortführen.


Ein kleiner Einblick der vergangenen Jahre, zeigt das große Engagement der beiden Jugendwarte. So besucht die Jugendwehr das Deutsche Rote Kreuz regelmäßig mit einem RTW an einem Treffen. Die Feuerwehr in Eschwege wurde ebenso besichtigt, wie das THW Eschwege. Winterwanderungen mit Fackeln und anschließender Jahresabschlussfeier, das große, gemeinsame Zeltlager aller Meinharder Jugendwehren zählen ebenso zu den Highlights im Jahr, wie die Nassübungen in den Sommermonaten.


Gemeinsam mit der Kinderfeuerwehr werden seit 2019 ausgediente Weihnachtsbäume im Januar eingesammelt. Sozusagen der Startschuss für das kommende Jahr.  

Viele Jugendliche blieben der Feuerwehr treu und befinden sich nun in der Einsatzabteilung.

Eine gute Jugendarbeit kann man nicht hoch genug einschätzen.
Abschließend noch einmal die Worte des Ortsbrandmeisters Karl-Otto Grocke:

„Wer die Jugend hat, der hat gewonnen!“
<tm>

Eine Fleißarbeit von Brandmeister Willi Jakal, zusammengestellt aus

den handschriftlichen Protokollbüchern der Freiwilligen Feuerwehr Grebendorf

Aus den Originalprotokollbüchern:
30. März 1957 auf der Jahreshauptversammlung:
Ortsbrandmeister Karl-Otto Grocke:
Starker Zuwachs an neuen jungen Mitgliedern wörtlich:

"Wer die Jugend hat der hat gewonnen!"


19. April 1958 auf der Jahreshauptversammlung:
Ortsbrandmeister Karl-Otto Grocke:
Er gibt bekannt, das er demnächst eine Schülerwehr aufstellen will. Von der Versammlung wird dies begrüßt und zur rechtlichen Handhabe nachstehender Beschluß gefasst: Das Kommando der Wehr ist berechtigt eine Schülerlöschgruppe zur Entlastung der aktiven Löschgruppe in Bezug auf Absperrung, Zubringdienst und ähnliches aufzustellen. Schüler ab 12 Jahren können hierzu aufgenommen werden.
Es bedarf einer förmlichen Anmeldung und Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters. Die Schülerlöschgruppe ist ein Teil der Wehr und untersteht dem Ortsbrandmeister direkt

Die Schüler dürfen jedoch bei Bränden nicht eingesetzt werden.
Der Zweck liegt lediglich darin, die Schüler auf die Arbeit in der Feuerwehr vorzubereiten und in ihnen die Liebe zur gemeinsamen Sache und zum Kameradschaftsgeist zu wecken.
Scheiden Mitglieder wegen der Schulentlassung aus der Gruppe aus, so werden sie mit Vollendung des 17. Lebensjahres ohne Antrag in der Feuerwehr als aktive Feuerwehrmänner weitergeführt.

Die in der Schülerlöschgruppe geleistete Dienstzeit wird auf die Feuerwehrdienstzeit ( ab 17. Lebensjahr) angerechnet.


14.August 1958
Versammlung Ortsbrandmeister Karl-Otto Grocke gibt bekannt.
Die Schülerlöschgruppe ist inzwischen aufgestellt worden, sie wird am 24.08.1958 erstmals mit der Wehr üben.


14.August 1958
Versammlung Ortsbrandmeister Karl-Otto Grocke gibt bekannt:
Die Schülerlöschgruppe ist inzwischen aufgestellt worden, sie wird am 24.08.1958 erstmals mit der Wehr üben.


09. Oktober 1958
Kommandositzung
Zu Punkt Verschiedenes wurde über die Schülergruppe gesprochen.


29. Oktober 1958
Alarmübung Zeitungsbericht:
Hierbei bewährte sich auch die Schülergruppe, die bei der Verlegung und dem Abbau der 500 m langen Schlauchleitung zeigte, was sie gelernt hat.


18.April 1959
Jahreshauptversammlung Bericht des O B M Karl-Otto Grocke:
Als Hauptereignis des Jahres stellte der Vorsitzende die Gründung der Schülerfeuerwehr heraus.


03. Mai 1959

Übung Schülerfeuerwehr Stärke 2 : 16


11. Juli 1959
Außerordentliche Versammlung
Als Betreuer der Schülerfeuerwehr meldet sich Gerhard Hellwig freiwillig.


15. Oktober 1959
Waldbrand Zeitungsbericht:
Die Grebendorfer Feuerwehr konnte besonders der eifrigen Grebendorfer Schülerfeuerwehr die Flammen im Unterholz ersticken.


27. Februar 1960
Fröhlicher Abend Zeitungsbericht:
Bundesbrandminister Albert Götting richtete beherzigenwerte Worte vor allem an die Jugend.


12. Januar 1963 Jahreshauptversammlung
Bericht des O B M Karl-Otto Grocke:
Auch grüßte er besonders die Schülerwehr als die jüngste Garde.


07. Dezember 1963
Versammlung Brandmeister Gerhard Hellwig berichtet:
Die Schülergruppe wird ebenfalls an der ( Schüler ) Bezirksübung teilnehmen.


07. Januar 1964 Jahreshauptversammlung
Bericht des O B M Hermann Menthe:
Im vergangenen Jahr trat auch die Schülerwehr unter der Leitung von BM Gerhard Hellwig wieder stärker in Aktion.
Punkt Verschiedenes:
Die diesjährige Bezirksübung findet in Neuerode statt. An dieser Übung soll auch die Schülerwehr teilnehmen.


31. Juli 1964
Versammlung Bericht des O B M Hermann Menthe:
Der Schülerwehr wurde für ihre gute Übung in Neuerode Dank gezollt.


09. Januar 1965
Jahreshauptversammlung Bericht des O B M Hermann Menthe:
An der Bezirksübung am 27.7.64 in Neuerode nahm in diesem Jahr die Schülergruppe teil. Für ihre Schulübung wurde ihr Dank und Anerkennung durch den Kreisbrandinspektor ausgesprochen.


08. Januar 1966
Jahreshauptversammlung Punkt Verschiedenes:
Bei dem Thema Wettkämpfe nahm Kreisbrandinspektor Merten die Gelegenheit wahr der Jugendgruppe für ihre Teilnahme an den Wettkämpfen zu danken.


29. Juli 1966
Versammlung
Es ist erfreulich, daß nicht nur eine aktive Gruppe sondern auch zwei Jugend-Gruppen an der Übung teilnehmen.


14. Januar 1967
Jahreshauptversammlung Bericht des O B M Hermann Menthe:
Im Zusammenhang mit der Wettkampfgruppe zollte Menthe der Jugendgruppe seinen besonderen Dank.
zu Punkt 8 ( Mitgliederbestand. In Anbetracht der guten Leistungen und des guten Ausbildungsstandes der Jugendwehr wurden ihre Mitglieder auf Beschluß des Kommandos geschlossen als Feuerwehrmänner in die Wehr aufgenommen Ortsbrandmeister Menthe verpflichtete die frischgebackenen Feuerwehrmänner durch Handschlag. Dem Betreuer und Übungsleiter der Jugendgruppe, BM Gerhard Hellwig wurde bei dieser Gelegenheit Dank und Anerkennung ausgesprochen.
Es wurden übernommen: Klaus Hose, Walfred Lerch, Peter Weißhapel, Rüdiger Mengel, Rudi Schneider, Helmut Wagner, Siegfried Spogart, Richard Kleditzsch, Dieter Hellwig, Gerhard Schäfer und Günter Martin. Diese Gruppe hatte sich im Oktober 1963 zusammengefunden.
zu Punkt Anfragen und Wünsche bedankt sich BM Gerhard Hellwig bei der Jugendwehr für ihren Gehorsam und die gute Übungsarbeit.


13. Januar 1968
Jahreshauptversammlung Bericht des O B M Hermann Menthe:
Die Schülergruppe nahm an einer Freizeit auf dem Jugenddorf Meißner teil. Die Jugendgruppe hat an einem Wettkampf auf Landesebene teilgenommen und dabei den 6. Platz errungen.


11. Januar 1969
Jahreshauptversammlung Bericht des O B M Hermann Menthe:
Die Jugendgruppe nahm zunächst an den Ausscheidungs-Wettkämpfen mit Löschfahrzeugen teil.


09. Juni 1971
100 Jahr-Feier Zeitungsbericht:
Erste Jugendfeuerwehr. Besonders ist zu erwähnen, daß in der Grebendorfer Wehr eine der ersten Jugendfeuerwehren im Land Hessen gegründet wurde, um den Gemeinschaftgeist schulisch in jungen Jahren zu wecken.
Zeitungsbericht vom 14.Juni 71:
Justizminister Karl Hemfler überreicht einen Scheck für die Jugendwehr.


08. Januar 1972
Jahreshauptversammlung Punkt Verschiedenes:
Arno Volkmar schlägt die Bildung einer Schülerfeuerwehr vor. Man solle sich mit der Schule in Verbindung setzen.


25. Januar 1972
Kommandositzung Technischer Leiter Gerhard Hellwig
Über die Ausbildung der Jugendwehr wird berichtet.


13. Januar 1973
Jahreshauptversammlung
Stellv. Technischer Leiter hob hervor, daß sich die Jugendgruppe unter Arno Volkmar und Ernst Narbe gut entwickelt habe.
Punkt 11:
Die Kameraden Arno Volkmar und Ernst Narbe werden als Jugendwart bzw. Stellv. bestätigt.
Punkt 12:
Zum Schülerwart wird Wolfgang Wagner und zum Stellv. Karl-Heinz Hehling gewählt.


12. Januar 1974
Jahreshauptversammlung 1.Vorsitzende Hermann Menthe
...sei der Besuch der Jugendfeuerwehr Velmeden besonders hervorzuheben. 11. Januar 1975
Jahreshauptversammlung Wehrführer Gerhard Böttner:
Dankte der Jugend- und Schülerwehr unter der Führung der Kameraden Arno Volkmar, Ernst Narbe und Karl-Heinz Hehling


18. Dezember 1975
Kommandositzung
Karl-Heinz Hehling legt sein Amt als stellv. Schülerwart nieder.


08. Dezember 1976
Ausschußsitzung 1.Vorsitzende Karl-Heinz Hehling:

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind nicht Beitragspflichtig, da in der Feuerwehr erst Personen Im Alter von 17 Jahren aufgenommen werden dürfen.


15. Januar 1977
Jahreshauptversammlung Wehrführer Gerhard Böttner:
Am 27. Juni 76 übte die Jugendgruppe in Schwebda. Bürgermeister Ziska .....und aus der Jugend die neue Feuerwehr erwächst.